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Aktuell 2020


Winterhöck mit Fondue in der Obern, Ennetbühl

1. Februar, Samstag

Apere Obern


Das neue Jahr beim Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau fängt immer sehr gemütlich an. Dabei wird nicht mit Feldstecher oder Schaufel und Pickel hantiert, sondern mit der Fonduegabel. In diesem Jahr gesellte sich zudem ein besonderer Genuss dazu. Der traditionelle Winterhöck fand am 1. Februar,  oberhalb von Ennetbühl im «Obern Stöbli» bei Familie Hüberli statt. Schon die liebevolle und originelle Gestaltung des Stöblis war Balsam für Körper und Geist. Schlussendlich standen auf dem Tisch drei verschiedene Fondues. Ein normales Fondue, eines mit Tomaten und Böllen und der absolute Spitzenreiter, das Cognac Morchel Fondue. Getunkt wurde mit Gemüsestücken, Pilzen und Brot. Auch das Dessert war nicht zu übertreffen und so kam es, dass nach diesem kulinarischen Höhenflug für die angekündigten Gesellschaftsspiele die Zeit fehlte. Auch die geplante Schlittenabfahrt fand nicht statt, denn die Obern war aper, kein Quäntchen Schnee befand sich auf der Strasse.
Wenn sie den Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau kennenlernen wollen, bietet sich am 7. März anlässlich unserer Hauptversammlung im Restaurant Freihof, Germen, in Nesslau eine gute Gelegenheit. Alle Informationen sind auf unserer Homepage ersichtlich. Bei unseren Anlässen sind auch Nichtmitglieder herzlich willkommen.

Paul Egli
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Fondue im Obren Stöbli


Leider sind viele Anlässe wegen COVID-19 ausgefallen. Der Verein ist jedoch immer irgendwo am Werken. Hier einige Berichte.



Mit zwei Meter Abstand für die Schwalben gearbeitet!

Mitglieder vom Naturschutzverein haben einen Landwirt insofern unterstützt, indem sie Kotbretter  angebracht haben. Unter seinem Stalldach brütet nämlich eine grössere Mehlschwalbenkolonie. Die immer seltenere Mehlschwalbe baut ihre Nester ausserhalb von Gebäuden, im Unterschied zu den Rauchschwalben mit dem typischen Schwalbenschwanz, die gerne in die Ställe hineinfliegen und dort ihre Jungen aufzieht. Die Schwalben gelten ganz allgemein als Glücksbringer im Hof und Stall.
Schon bald, ca. Mitte April, werden die ersten Langstreckenzieher von ihren Überwinterungsgebieten in Afrika zurückkehren. Wer entdeckt sie zuerst?
Andreas Weber
Schwalben, Nester, Naturschutzverein
Kotbretter werden montiert.
Mauersegler, Nistkasten
Bei Anfragen aus der Bevölkerung montieren wir die Nistkasten. Im Bild unser Profi bei der Montage von Mauerseglerkasten an einem Einfamilienhaus.

Bericht über die Amphibienwanderung 2020
im Raume Seeben, Ennetbühl, Gemeinde Nesslau
Beginn der Laichwanderung: 20. März 2020
Alte Weiher an der Schwägalpstrasse
Wegen des schneearmen und relativ milden Winters 19/20, begann die Laichwanderung in diesem sonst so schneereichen und schattigen Gebiet viel später, als in vergangenen Jahren.
Der Weiher war zu diesem Zeitpunkt noch zugefroren, so dass die ersten Grasfrösche ihren Laich in einer Vertiefung unterhalb des Weiherausfluss legten, den wir dann mühsam wieder in den Weiher zurückschaufelten.
Wir zählten/schätzten ca. 2500 Grasfrösche und ein Dutzend Bergmolche, was eine leichte Zunahme zum letzten Jahr bedeuten würde. Im Vergleich zu früheren Jahren sind dies immer noch viel weniger. Allerdings glaube ich, dass dies auch mit der Zunahme der Amphibien im neuen Weiher zu tun hat, der ja nur 300 m entfernt liegt.
Ende der Laichwanderung: 14. April 2020
Es ist erfreulich, auf wie viele Helfer ich beim Aufstellen, bei der Kontrolle und beim Zusammenräumen zählen kann. Ein grosses Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben.
Neuer Weiher hinter dem Integrationszentrum
Da dieser Weiher eher an der Sonnenseite liegt, taute er auch schneller auf und wurde entsprechend sofort von hunderten von Grasfröschen und etwas später von ca. 50 Erdkröten und ca.50 Bergmolche bevölkert. In diesem Weiher hat die Anzahl der Amphibien eher etwas zugenommen.
Übrigens: Der Grasfrosch erreicht mit ca. 3 Jahren seine Geschlechtsreife. Das Weibchen legt Laichballen mit ca. 1000 Eiern. Davon übeleben ca. 50 Kaulqappen und werden zu Fröschen.
Von den 50 Fröschen übelebt ca. einer!
Diese Zahlen sollte man nicht vergessen, wenn sich der Weiherrand mit unzähligen Kaulquappen schwarz verfärbt.
Eine weitere Beobachtung ist erfreulich. Dieser Weiher wird mehr und mehr von Naturliebhabern besucht. Auch Eltern mit ihren Kindern zeigten vermehrt Interesse und picknickten am Weiher.


Andreas Weber



Mission B in Ebnat-Kappel

Wo man früher noch einen eintönigen Rasen angelegt hätte, auf dem ein Mähroboter herumfahren würde, können nun die „Ebnatkappeler“ rund um die neue Überbauung „Gill“ eine schöne Blumenwiese bestaunen.

Die Schmetterlinge, Bienen und alle anderen Insekten, dazu die vielen Vogelarten, welche von diesen Insekten leben, danken dem Bauherr, dem Gartenbauer und allen Stockwerkeigentümern für diese bemerkenswerte Mission „Biodiversität“.

Der Naturschutzverein möchte weitere Bauherren und Hauseigentümer dazu motivieren, diesem Beispiel zu folgen. Übrigens kann auch ein bestehender Rasen, der nicht zum Spielen gebraucht wird, umgestaltet werden. Mit wenigen Quadratmetern habe Sie schon viel erreicht. Und: Mähen Sie nicht vor dem Verblühen aller Wiesenblumen und lassen Sie im Herbst da oder dort für die Überwinterung von Schmetterlingen auch verdorrte Halme stehen. So wird die Wildblumenwiese immer schöner und vielseitiger.

Andreas Weber

Wildblumen, Wiese
Wildblumenwiese bei der Überbauung Gill. Ein Paradies für Pflanzen- und Tierwelt das auch uns gut tut.


Neophyten jäten in Ebnat-Kappel

Wer von Ebnat-Kappel den Thurweg in östlicher Richtung geht, kennt wohl die derzeit üppig blühende Magerwiese kurz nach der Chemiefaserfabrik. Doch was suchte an den zwei Samstagmorgen vor Pfingsten die kleine Gruppe Leute im hohen Gras?

Zwischen Margeriten, Wiesenwitwenblumen, Luzerne und anderen einheimischen Blumen wächst auch das eingeschleppte Einjährige Berufskraut, das zu den Neophyten (siehe Kasten) gehört und gemäss kantonalem Konzept reduziert werden soll. Diese unerwünschte Pflanze kann sich stark vermehren und einheimische, zum Teil selten gewordene Pflanzen verdrängen. Deshalb jäteten einige Mitglieder und Freunde des Naturschutzvereins Ebnat-Kappel und Nesslau das Berufskraut so gut es ging samt Wurzeln aus. Auch die Amerikanische oder Kanadische Goldrute, ein weiterer Neophyt, der sich zwischen Weg und Thur breit gemacht hat, wurde ausgerissen. Nach dem „ideologischen Pfingstausflug“, wie eine Teilnehmerin das Tun bezeichnete, diskutierten die Beteiligten über den Sinn einer solchen Aktion. Der als fachlicher Leiter und spezialisierter Landschaftspfleger beigezogene Werner Blättler sieht in solchen Einsätzen eine Mitverantwortlichkeit für unsere Umgebung, eine Haltung, die auch der Kanton St. Gallen fördern will.

Der Einsatz kam auf Anregung von Fritz Bleiker in Ebnat-Kappel zustande, der dem Aufruf von Kanton und Naturschutzverein folgte, und die von ihm bemerkten Neophyten der Gemeinde meldete und zum Handeln drängte.

Neophyten
sind Pflanzen, die mit der Erkundung der Weltmeere unter Mitwirkung des Menschen nach Europa kamen. Zum Teil breiten sie sich hier ohne ihre natürlichen Feinde und Krankheiten schnell aus. Sie können die einheimische Flora und Fauna sowie die menschliche Gesundheit beeinträchtigen, Bauten beschädigen oder zu Ertragsausfällen führen.
Invasive Neophyten dürfen nicht mehr angepflanzt werden. Grundeigentümer sind aufgerufen, bereits Vorhandene zu entfernen und der Kehrichtverbrennung zuzuführen.
Weitere Informationen:
Beratung gibt es bei jedem Naturschutzverein, Kontakt über die jeweilige Homepage oder bei jeder Gemeindeverwaltung.


Christa Wellauer

Riesen Bärenklau
Der Riesen-Bärenklau ist ein brandgefährlicher Neophyt. Bereits kleinste Berührungen mit der Pflanze erzeugen zusammen mit dem Sonnenlicht heftige Entzündungen. Diese können, sofern sie grossflächig auftreten, sogar Spitalaufenthalte nötig machen. Unser Neophyten Spezialist zeigte am letzten Samstag, wie man diese Pflanze fachgerecht entfernt.
Neophyten
Akribisch genau wurde aus den Wiesen das Einjährige Berufskraut entfernt und flussaufwärts ein grosser Goldrutenbestand gerodet. Das Drüsige Springkraut und der Japanischen Knöterich waren zum Glück nicht auffindbar.


Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau von 1952 - 2020

Bericht für die BirdLife Zeitschrift "Sperber"

Da stand er, oberhalb von Krummenau im Steinbruch hinter der Lütismühle. Seine Blicke schweiften dem Rübachhang entlang. Erinnerungen an den blühenden Seidelbast, den Weissdorn und vor allem an die prächtigen Frauenschuhorchideen tauchten auf. Da waren aber auch die wilden Kehrichtdeponien, ja selbst ganze Autos wurden im Wald entsorgt. Dazu kam das Problem mit den Schneckensammlern. Gildo Cescato atmete langsam und tief, er war mehr als parat und bereits einige Wochen später gründete er am 6. Januar 1952 den Natur- und Vogelschutzverein Krummenau. Anfänglich pflegte man das heutige Naturreservat Rübach und unternahm fröhliche, gesellige Wanderungen und Skitouren. Ferner überwachte man die elenden Geschäfte mit den Weinbergschnecken. Dabei wurde nicht nur der Dorfpolizist Würmli, sondern auch das Polizeikommando des Kantons St.Gallen konsultiert. Die damalige Schneckensammlerei war lukrativ. Im Jahr 1956 erhielten die Sammler für ein Kilo einen Franken. Man sammelte die Tiere in Jutesäcken, in denen sie tagelang verharren mussten bis sie der Schneckenhändler, ein Holz, Kohle und Heizöllieferant aus Murten, abholte. Dieser Exportierte sie nach Frankreich. Als die Winter schneereicher wurden, verkaufte der Verein Vogelfutter und dies nicht zu knapp. Im Winter 1965/66 stattliche 1000 Kilo. Zusammen mit den Jugendgruppen in Krummenau, Ebnat und Kappel bestand der Verein damals aus über 120 Mitgliedern. Mit dem aufflammenden Wohlstand kam es zu einem Mitgliederschwund, die Vereinsaktivitäten sanken allmählich auf ein Minimum. Zurück blieb Albert Mettler, der mit Wenigen das Naturreservat Rübach pflegte und Vogelfutter verkaufte. Der Vorstand hatte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch aufgelöst. Albert Mettler fungierte wiederum als Initiator. Er kontaktierte Andi Hnatek und zusammen mit Interessierten wurde im April 1994 der Verein reaktiviert. Als neuer Präsident stellte sich Andi Hnatek zur Verfügung, welcher das präsidiale Amt bis 2014 ausführte. Danach folgte der jetzige Präsident, Andreas Weber.
Der Verein ist heute mit rund 150 Mitglieder gut aufgestellt und sehr aktiv unterwegs. Viele Arbeiten sind ausgelagert und werden von Mitgliedern des Vereins erledigt. Somit kann sich der Vorstand auf das Wesentliche konzentrieren. Wobei das Wesentliche, wie man in der folgenden Aufzählung entnehmen kann, recht umfangreich ausfällt.
 
Werken im Rübach
Jedes Jahr pflegen Mitglieder das Naturreservat Rübach in Krummenau, welches insbesondere für den Frauenschuhbestand bekannt ist. Da die Beschattung durch die zahlreichen Bäume für die Orchideen zu gross wurde, führte man 2018 unter Einbezug der zuständigen Amtsstellen eine Biodiversität Rodung durch.
Laichwanderung der Grasfrösche und Bergmolche
Ein weiterer Schwerpunkt des Vereins ist die Laichwanderung der Frösche in Ennetbühl. Lange Zeit glich die Schwägalpstrasse in der Seeben einer Schlachtbank für Frösche. Schon vor der Reaktivierung des Vereins wurde von einer Froschgruppe jedes Jahr auf einer Länge von 500 Meter ein Froschzaun gestellt, welcher zirka 3500 Tiere zu einer Röhre leitet damit sie unter der Strasse gefahrlos das Laichgewässer erreichen können. Für die Rückwanderung wird der Zaun jeweils auf der anderen Seite neu montiert. Diese Froschgruppe integrierte sich 1994 in den neuen Naturschutzverein.  
Die Weidenkünstler/innen
Der Verein ist auch künstlerisch tätig. Im Bahnhofpärkli in Ebnat-Kappel stehen die grossen Weidenskulpturen. Die Kapelle (Kappel) und das Einhorn (Ebnat) stellen das Gemeindewappen dar. Die Skulpturen wurden 2004 aufgrund des Fusionsjubiläums der beiden Gemeinden Ebnat und Kappel von unserm Verein erstellt. Sie werden zweimal im Jahr geschnitten und gebunden und dienen zudem verschieden Kleinvögeln als Nistplatz.
Hochstammobstbäume
Nistgelegenheiten wird es auch auf den 486 Hochstammobstbäumen geben. Sie wurden in den Jahren 2013 und 2017 mit Hilfe der beiden Gemeinden an Landwirte und Private verkauft.
Informationen an Baugesuchsteller/innen
Die Vogelwelt liegt dem Verein sehr am Herzen. So werden Privateigentümer bezüglich Nistgelegenheiten nicht nur beraten, sondern geeignete Nistkästen auch montiert. Wird in unserem Wirkraum ein Baugesucht eingereicht, so erhalten alle Gesuchsteller/innen von unserem Verein Informationsunterlagen bezüglich naturnaher Gartengestaltung. Der Verein erhält auch immer wieder Hinweise von der Bevölkerung. Vor drei Jahren riss man in Ebnat-Kappel, eine ältere Liegenschaft ab in der jedes Jahr Mauersegler brüteten. Nachdem uns eine ehemalige Bewohnerin des Hauses informiert hatte, nahm der Verein Verhandlungen mit der neuen Grundeigentümerin auf und nun sind im Neubau in der Fassade Nistkasten integriert worden.
Vögel ziehen unter die Brücke
Unser Verein gelangte mit einer Anfrage an das Tiefbauamt St.Gallen. Die Idee war, Nistkasten für Mehlschwalben, Mauersegler und Wasseramseln unter dem neuen Viadukt der Umfahrungsstrasse Wattwil anzubringen. Die Verantwortlichen des Kantons fanden die Idee gut und so wurden im September 2019 die Nistkästen montiert. Demnächst werden zusätzlich auch Fledermauskästen montiert.
Neophyten Meldestellen
In unserem Verein sind für Nesslau und Ebnat-Kappel  Meldestellen eingerichtet. Zudem sind wir in beiden Gemeinden auch in der Naturschutzkommission vertreten.
Exkursionen
Selbstverständlich finden jedes Jahr verschiedene Exkursionen statt, die immer gut besucht sind und gerne auch mit anderen Vereinen gemeinsam durchführen werden. Nach Möglichkeit wird ein geselliger, kulinarischer Teil integriert.
Weihersanierungen, Magerwiesen und Hecken
Der Verein hat in den letzten acht Jahren sieben grosse Amphibienweiher saniert. Ebenfalls wurden Magerwiesen erstellt und Hecken gepflanzt.  
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Würde Gildo Cescato wieder im Steinbruch stehen und schauen, was aus seinem Verein geworden ist, dann könnte er einfach nur zufrieden sein.
Der Verein hat viel bewegt und wird auch weiterhin viel bewegen. Das nächste Projekt ist bereits in Planung. Erste Abklärungen laufen, um ein monotones Fichtenwäldchen durch einen naturnahen, gestuften Mischwaldrand mit Waldsträuchern zu ersetzen. Packen wir’s an!

Paul Egli
Verein, 1952
Gründungsfeier 1952
Vereinspräsident
Andi Hnatek (sitzend) wird als Präsident verabschiedet. Nachfolger ist Andreas Weber (stehend).



Die Weidenkünstler/innen vom Zentrum

Formstabil, lichtdurchlässig, luftig

Zweimal im Jahr pflegt der Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau die Weidenskulpturen im einzwängt. Mit der jetzigen Pflegetechnik wurde ein guter Kompromiss gefunden. Die Skulpturen «Bahnhofpärkli» Ebnat-Kappel. Der Verein hat die Skulpturen, welche mit der Kapelle und dem Einhorn das Gemeindewappen darstellen vor 16 Jahren gepflanzt. Am letzten Samstag erhielten sie wieder Besuch von den Weidenkünstler/innen. Wie hätten Sie es gerne? Schneiden, Farbveränderung oder eventuell eine Dauerwelle? Beim Weidenschnitt stellen sich natürlich nicht die gleichen Fragen wie beim Coiffeur, obwohl auch hier in den letzten Jahren verschiedene Konzepte erprobt wurden. Die Pflanzen sollen sich nämlich wohlfühlen und genau an diesem Punkt beginnt das Dilemma, da das Wesen der Weiden luftig und flexibel ist, die Formgebung der Skulpturen aber werden dadurch wieder formstabiler, trotzdem sehen sie lichtdurchlässig und luftig aus. Ein Blick auf das gesunde Blattwerk zeigt, dass es auch für die Weiden stimmig ist.

Das Schnittgut wird danach gehäckselt und in einem Gemüse- und Beerengarten als Mulchschicht verwendet. Dadurch wird im Garten das Bodenleben aktiviert, die Hackarbeiten entfallen und der Wasserverbrauch sinkt auf ein Minimum. Es entsteht darüber hinaus ein Lebensraum für viele Kleintiere, die zum guten Gedeihen der Pflanzen beitragen. Gemulchte Gärten sind ausserdem für die Vögel eine ausgiebige Nahrungsquelle. Ganz im Sinne des Naturschutzvereins.

Paul Egli

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Die Weidenkünstler/innen